Hello, ich bin Inga.
Ich designe, versende, schreibe und lebe SEASICK. Vom Schnitt über die Prints bis zu diesem Text hier – alles kommt von mir. Kein Team, keine Marketingabteilung, keine Investoren. Nur ich und eine Idee, die nicht mehr weggehen wollte.
Wie alles angefangen hat
Meine Verbindung zum Wasser war schon immer da. Als Kind habe ich jahrelang Synchronschwimmen gemacht, und mit meiner Mutter zusammen die ersten Badeanzüge entworfen – einfach so, am Küchentisch. Daraus wurde irgendwann der Wunsch, das richtig zu machen.
Nach dem Abitur habe ich Modedesign studiert. Ich wollte Kreativität und Nachhaltigkeit zusammenbringen. Aber was ich hinter den Kulissen der Branche gesehen habe, hat mich ernüchtert – unfaire Strukturen, billige Produktion, viel Reden und wenig Handeln. Ich habe mir zwei Jahre Auszeit genommen und bin gereist. In Melbourne habe ich eine Community gefunden, die genauso dachte wie ich: nachhaltig, kreativ, ehrlich. Das hat alles verändert.
SEASICK gründen – mitten in der Pandemie
Zurück in Deutschland – pandemie bedingt früher als geplant – habe ich SEASICK gegründet. Angefangen hat alles mit Bademode. Meine Mutter hat mir bei den ersten Prototypen geholfen, und zusammen haben wir die erste Kollektion auf die Beine gestellt.
Aber irgendwann habe ich gemerkt: Swimwear allein funktioniert für mich nicht mehr. Die Produktion wurde immer komplizierter und teurer, wirtschaftlich hat es sich nicht mehr getragen – und als Ein-Frau-Unternehmen musste ich mich entscheiden, wo meine Energie am besten aufgehoben ist. Die Antwort war klar: in die Streetwear. In schweren Hoodies, weichen Sweatern und T-Shirts, die man jeden Tag tragen kann – nicht nur im Sommer, nicht nur am Strand.
Die Bademode habe ich eingestellt. Das war keine leichte Entscheidung, weil damit alles angefangen hat. Aber es war die richtige.
Wie ich arbeite
Ich habe mich bewusst für ein Unternehmen entschieden, das zu meinem Leben passt – nicht umgekehrt. SEASICK ermöglicht mir, in meinem eigenen Tempo zu arbeiten, ortsunabhängig zu sein und von da zu arbeiten, wo ich gerade sein will. Yvon Chouinard, der Gründer von Patagonia, hat in „Let My People Go Surfing“ beschrieben, wie Arbeit und Leben zusammenpassen können, ohne dass eins das andere auffrisst. Das ist auch mein Ansatz. Wenn mittags die Wellen gut sind, gehe ich surfen. Die Mails kommen danach.
Im Winter, wenn es ruhiger wird, findet man mich irgendwo in der Sonne. Im Sommer bin ich auf Designmärkten und Festivals unterwegs – und das ist ehrlich gesagt einer meiner liebsten Teile von SEASICK. Die Leute persönlich treffen, ihnen die Teile in die Hand geben, sich austauschen, beraten. Viele meiner Kund:innen habe ich zuerst auf einem Markt kennengelernt. Das macht einen riesigen Unterschied – für sie und für mich.
Was SEASICK heute ist
Handdesignte Lieblingsstücke mit Ocean-DNA. Hoodies, Sweater und T-Shirts aus recycelten und Bio-Materialien, produziert in Portugal bei Partnern, die ich persönlich kenne. Zeitlose Designs, die nicht nach einer Saison veralten. Kleidung, die sich gut anfühlt – beim Tragen und beim Kaufen.
Ich mache hier wirklich alles selbst: Designs, Schnitte, Prints, Produktfotos, den Onlineshop, Social Media, Kundenservice. Der Versand läuft über den Blowout Skateshop in Würzburg – eine Zusammenarbeit, auf die ich stolz bin. Und wenn du mir eine Nachricht schreibst, antworte ich persönlich.
Kein Bot, kein Support-Team.
Warum das Ganze?
Weil ich das Meer liebe und dieses Gefühl in Kleidung stecken will, die man spürt. Nicht als Marketing-Claim, sondern weil es stimmt. Jedes Design, jeder Stoff, jede Entscheidung kommt aus dieser Verbindung.
Mein Traum: irgendwann ein Haus direkt am Wasser. Bis dahin –
Salzwasser im Kopf und zu viele Tabs offen.




